Über mich

Mein Name ist Christian Gröschke, geboren 1969 in Dortmund. Seit 1995 lebe ich in Oldenburg, einer Stadt, die längst zu meiner Heimat geworden ist. Hier bin ich fest verwurzelt, finde Ruhe, Inspiration und Menschen, die mir am Herzen liegen. Seit 2012 bin ich glücklich verheiratet. 

Ein früher Schicksalsschlag hat mein Leben tief geprägt und mein Herz für die Themen Tod, Abschied und Trauer geöffnet. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, über den Tod zu sprechen – offen, ehrlich und ohne Angst. 2004 durfte ich die Trauerrede für meinen Vater halten. Es war ein schwerer, aber zugleich heilsamer Moment, in dem ich gespürt habe, welche Kraft in tröstenden Worten liegen kann.

In den Jahren danach folgten weitere Trauerreden – jedes Mal mit dem Wunsch, den Hinterbliebenen durch meine Worte etwas Trost, Nähe und Verständnis zu schenken. Ich habe gelernt, dass viele Menschen sich gerade in Zeiten des Verlustes nach einem offenen Gesprächspartner sehnen – nach jemandem, der zuhört, ohne zu urteilen, und der Gefühle in Worte fassen kann, wenn anderen die Sprache fehlt.

Mir ist es ein Herzensanliegen, das Thema „Tod und Trauer“ aus der Tabuzone zu holen. Abschied gehört zum Leben, und über ihn zu sprechen, bedeutet nicht nur Schmerz, sondern auch Würde, Erinnerung und manchmal sogar Versöhnung. Oft lässt sich mit einem Außenstehenden offener reden als mit der eigenen Familie – und genau da beginnt der Raum, in dem ehrliche Gespräche und echte Begegnung möglich werden.

Qualifikation & Erfahrungen

Meine Kenntnisse in der Abschiedskultur habe ich über viele Jahre hinweg vertieft – aus echtem Interesse, aber auch aus innerer Verbundenheit mit dem Thema. Ich wollte verstehen, was einen würdevollen Abschied wirklich ausmacht, was Worte in Momenten des Schmerzes bewirken können und wie Trost Gestalt annimmt.

Besonders prägend waren für mich die Workshops an der Akademie „Waldschlösschen“ in Reinhausen bei Göttingen – einem Ort, der inmitten sanfter Hügel und alter Bäume liegt und eine fast meditative Ruhe ausstrahlt. Dort begegnete ich Menschen, die – wie ich – suchten, fragten, zweifelten und sich dem Thema Tod und Neubeginn mit Offenheit und Menschlichkeit näherten.

In Seminaren wie „Neue Bestattungskultur“ (2003) und „Bestattungskultur heute“ (2008) durfte ich erfahren, dass Abschied weit mehr bedeutet als eine formelle Zeremonie. Es ist ein zutiefst menschlicher Akt – voller Erinnerungen, Liebe, Würde und manchmal auch leiser Versöhnung. Diese Erfahrungen haben mich nicht nur fachlich, sondern auch emotional geprägt.

Von 2009 bis 2010 war ich als Bestattungsfachassistent in einem Oldenburger Bestattungsinstitut tätig. In dieser Zeit lernte ich die praktischen Seiten des Berufes kennen – vom behutsamen Umgang mit Verstorbenen bis hin zur Begleitung trauernder Angehöriger. Ich durfte miterleben, wie wichtig jedes Detail ist: die Stille eines Raumes, der Klang der Worte, das Vertrauen, das entsteht, wenn man einfach da ist.

All diese Erfahrungen fließen heute in meine Arbeit ein. Sie helfen mir, Trauerreden und Abschiedszeremonien so zu gestalten, dass sie persönlich, ehrlich und berührend sind – mit einem tiefen Respekt vor dem Menschen, der gegangen ist, und all denen, die zurückbleiben.

Hobbys & Interessen

Ich liebe es zu reisen – vor allem nach Dänemark, wo die Weite der Landschaft, die Ruhe der Küsten und das sanfte Rauschen des Meeres eine besondere Kraft schenken. Dort spüre ich eine tiefe Gelassenheit, finde Inspiration und kann meinen Gedanken freien Lauf lassen.

Seit 2021 bin ich zudem Buchautor und habe über den epubli-Verlag sämtliche meiner Werke veröffentlicht. Das Schreiben, inzwischen auch Liedertexte, ist für mich eine Möglichkeit, meine Phantasie frei fließen zu lassen, Geschichten zum Leben zu erwecken und Gedanken in Worte zu fassen, die berühren.

Ein weiteres Hobby ist die Fotografie. Ich liebe es, besondere Momente einzufangen – sei es ein Sonnenuntergang, ein lebendiger Straßenzug oder das stille Detail in der Natur.  Die Kombination aus Kreativität, Technik und Perspektive macht mir besonders viel Spaß und eröffnet immer wieder neue Wege, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

"Wenn ein geliebter Mensch geht, sind Worte oft der letzte
gemeinsame Weg."